Arure
Von der Hauptstraße GM-1 bog ich in den Camino El Santo ein, der an der Ermita del Santo und am gleichnamigen Mirador vorbeiführt. Der eigentlich sehr attraktive Aussichtspunkt mit Kapelle ist aufgrund von Geröllstürzen leider dauerhaft gesperrt. Schade, dass eine solche Sehenswürdigkeit geschlossen bleibt, anstatt die Ursache zu beheben.
Am Ende der kleinen Straße mit Parkplatz geht der Asphalt in eine breite Schotterpiste über. Nach wenigen Metern eröffnet sich an der Hangkante dennoch ein weiter Blick ins Tal von Taguluche, der vermutlich ähnlich eindrucksvoll wie vom gesperrten Mirador ist. Im weiteren Verlauf bietet sich zudem ein schöner Rückblick auf Arure, das am Rand einer breiten Schlucht mit Wasserfall liegt.
La Mérica I
Am Ende der Schotterpiste, die Teil des GR-132 ist, geht der Weg in einen ansteigenden Pfad über. Anschließend verläuft er auf etwa gleichbleibender Höhe und führt links an mehreren Gipfeln vorbei. Der Blick richtet sich nun nach Osten. Auffällig sind die Serpentinen der GM-1 bei Yorima sowie die markante Fortaleza in der Ferne.
Auch das Tal von Valle Gran Rey liegt tief unten im Blickfeld, wo ich die Iglesia de los Santos Reyes erkennen konnte. Allmählich erreichte ich den Beginn einer Hochebene, an der sich der Pfad gabelt.
La Mérica II
Rechts führt ein gut sichtbarer Pfad auf einen Hügel mit einem Messpunkt, der ein kurzer, aber lohnender Abstecher ist. Von dort oben eröffnet sich ein schöner Blick über die Mérica, eine weite, flache und grasbedeckte Hochebene.
Zurück auf dem Hauptweg erreichte ich wenig später eine Ruine, die bereits von oben gut zu erkennen war. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein gut erhaltener Dreschplatz, der an die frühere landwirtschaftliche Nutzung dieser Hochebene erinnert.
Riscos de la Mérica
Nach wenigen Gehminuten zweigen mehrere Pfade nach Westen zur Hangkante ab. Sie sind zwar nicht ausgeschildert, führen jedoch zu einem Aussichtspunkt an der äußersten Südspitze der Mérica. Diesen Abstecher sollte man nicht verpassen, denn hier eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf Valle Gran Rey, das tief unten an der Küste liegt.
Markiert wird dieser besondere Ort durch einen einzelnen Baum, die »Sabina de La Mérica«, der in der sonst baumlosen Umgebung sofort ins Auge fällt. Der Platz eignet sich ideal für eine Pause. Nach einer ausgiebigen Rast kehrte ich über einen der Trampelpfade wieder zum Hauptweg des GR-132 zurück.
La Calera
Anschließend begann der lange Abstieg nach La Calera über rund sechshundert Höhenmeter. Der Pfad führt in gleichmäßigen Serpentinen hinab und eröffnet dabei immer wieder neue Perspektiven auf Valle Gran Rey und La Calera.
Nach gut einer Stunde erreichte ich die ersten Häuser. Durch schmale Gassen und über zahlreiche Treppen führte mich der Weg durch das Dorf bis zur Disa-Tankstelle am Kreisverkehr von La Calera. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Busbahnhof, von dem ich schließlich nach Arure zurückfuhr.
Werte aus GPX-Datei errechnet. Steigung und Gefälle topografisch nicht angepasst und daher nicht real.