El Contadero
Da ich meine Wanderung in Pajarito begann, musste ich zunächst einen kurzen Anstieg in Richtung Alto de Garajonay bewältigen. Der Pfad ist Teil des GR-131 und führt auf eine Anhöhe mit einer Wegkreuzung. Geradeaus geht es weiter zum höchsten Punkt der Insel, eine Strecke, die ich bereits an einem anderen Tag gegangen war.
Ich hielt mich daher rechts und stieg in Richtung El Contadero ab. Dabei passierte ich erneut die beiden Aussichtspunkte, von denen sich bei klarer Sicht der Pico del Teide auf Teneriffa zeigt.
Kurz darauf erreichte ich den gepflasterten Weg bei El Contadero, überquerte die GM-2 und den Parkplatz und tauchte anschließend in den dichten Lorbeerwald ein. Von hier an geht es lange Zeit nur noch bergab. Aussichten gibt es im Bosque del Cedro kaum, was den Abschnitt etwas eintönig macht.
Nach einer Weggabelung, wo beide Varianten führen zum Ziel führen, erreichte ich schließlich eine Lichtung in Las Mimbreras.
El Cedro
Unweit davon steht die hübsche Ermita de Lourdes, eine kleine Kapelle mit Vorplatz mitten im Wald. Daneben gibt es Picknicktische, eine Trinkquelle und erstaunlich zutrauliche Vögel, die sich sogar aus der Hand füttern lassen. Ein idealer Ort für eine Pause.
Anschließend setzte ich meine Wanderung fort und erreichte bald die Siedlung El Cedro. Sie liegt direkt an der Hangkante, von der sich der gleichnamige Wasserfall, der Chorro del Cedro, rund 150 Meter in die Tiefe stürzt. Er ist der höchste Wasserfall Gomeras.
El Cedro selbst besteht nur aus wenigen Häusern und einer Picknickfläche. Umso willkommener war das Restaurant »La Vista«, in dem ich eine längere Pause einlegte.
Presa de los Tiles
Nach der Stärkung setzte ich meinen Weg fort und näherte mich der Hangkante. Von einem Strommast aus konnte ich erstmals Hermigua tief unten im Barranco del Cedro erkennen.
Der folgende Abstieg ist steil und fordernd. Ich war froh, ihn nicht in Gegenrichtung gehen zu müssen. Unterwegs gibt es zwei gute Stellen, von denen sich der Wasserfall aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten lässt.
Der steile Abschnitt endet an einem kleinen Stausee, womit das Anstrengendste geschafft ist. Kurz vor der Presa de los Tiles gibt es rechts noch einen kleinen Wasserfall zu sehen. Über Stufen erreichte ich schließlich den Fuß des Staudamms.
Hermigua
Vom Staudamm aus folgte ich dem Bachlauf weiter talabwärts durch den Barranco del Cedro. Unterwegs passierte ich einen Wasserspeicher und erreichte später einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf den markanten Roque Pedro, das Wahrzeichen von Hermigua. Links davon liegen die Häuser des Ortsteils El Estanquillo.
Inzwischen hatten sich jedoch dichte Wolken vom Meer her ins Tal geschoben. Im unteren Abschnitt wurde der Pfad zunehmend schmal und stellenweise schwer zu erkennen, blieb aber gut begehbar.
Letztlich musste ich den Bach teilweise durchlaufen, bevor ich im Ortsteil Monteforte die Fahrstraße erreichte. Diese führt am Roque Pedro vorbei nach El Convento, von wo eine Treppe hinunter zur Hauptstraße GM-1 führt.
Werte aus GPX-Datei errechnet. Steigung und Gefälle topografisch nicht angepasst und daher nicht real.