Pajarito
Die Wanderung beginnt zunächst unspektakulär und führt ostwärts durch den Wald. Einen Abzweig nach Imada ließ ich rechts liegen. In gemütlichem Auf und Ab und parallel zur GM-2 erreichte ich nach etwa drei Viertelstunden den ersten Aussichtspunkt von Tajaqué. Er bietet einen tiefen und beeindruckenden Blick nach Süden ins Tal von Benchijigua.
Unweit des Miradors wechselt der Pfad die Straßenseite, verläuft weiterhin parallel zur GM-2 und überquert diese in einer Kehre über eine Holzbrücke. Wenig später gibt es einen kurzen, ausgeschilderten Abstecher zum Mirador del Morro de Agando, den man keinesfalls versäumen sollte.
Roque de Agando
Der Mirador del Morro de Agando ist wohl der spektakulärste Aussichtspunkt Gomeras. Er bietet eine fantastische Sicht auf den Roque de Agando, das wohl markanteste Wahrzeichen der Insel. Dabei schlängelt sich die GM-2 über den Bergrücken ostwärts in Richtung San Sebastián. Bei klarer Sicht erhebt sich zudem links der Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa aus dem Meer.
Nach der Rückkehr zum Hauptpfad setzte ich meine Wanderung stark absteigend durch den Wald fort. Die GM-2 wird erneut überquert und der Pfad erreicht einen Punkt mit freiem Blick auf den Roque de Ojila mit dem Teide im Hintergrund. Am Mirador de Los Roques an der GM-2 eröffnet sich anschließend ein weiterer schöner Blick auf den Roque de Agando, diesmal aus niedrigerer Perspektive.
Weiter abwärts gelangte ich zu einem kleinen Parkplatz mit einem Monument am Fuß des Roque de Agando. Die Stahlskulptur erinnert an die zwanzig Opfer eines großflächigen Waldbrandes in dieser Gegend aus dem Jahr 1984. Auf nahezu ebener Strecke wanderte ich anschließend entlang der GM-2 mit schönen Blicken ins Tal von La Laja.
Ermita de Las Nieves
Wenig später verlässt der Pfad die GM-2 und steigt mäßig durch den Wald an. Dabei gibt es einen letzten schönen Blick zurück auf den Roque de Agando. Der Pfad, der durchgehend Teil des GR-131 ist, verbreitert sich nach dem höchsten Punkt und verläuft anschließend durch eine ruhige, grüne Landschaft mit zahlreichen Blumen.
Die Piste endet an der Freizeit- und Erholungszone »Las Nieves«, wo sich auch die gleichnamige Kapelle befindet. Dies ist ein idealer Ort für eine Pause und eine kleine Stärkung. Zwar werden hier keine Speisen angeboten, doch zahlreiche Picknicktische, Grillplätze, ein Kinderspielplatz und Sanitäranlagen machen den Platz sehr einladend. Nach der Rast setzte ich meine Wanderung über eine asphaltierte Fahrstraße fort.
Degollada de Peraza
Die Landschaft ist hier nicht mehr bewaldet. Stattdessen prägen niedrige Sträucher und zahlreiche farbenfrohe Blumen die Umgebung und ermöglichen weite Fernblicke nach Osten und Süden. Dabei fällt der entfernte Teide immer wieder ins Auge.
Der GR-131 zweigt schließlich von der Asphaltstraße ab und führt langsam abwärts zur Degollada de Peraza. Hier treffen die GM-2 und die von Playa de Santiago kommende GM-3 aufeinander. Am Endpunkt der Wanderung eröffnen sich nochmals schöne Ausblicke, und zwar nach Norden ins tiefe Tal von La Laja und Chejelipes sowie nach Süden in die Barrancos von Juan de Vera und Chinguarime.
Werte aus GPX-Datei errechnet. Steigung und Gefälle topografisch nicht angepasst und daher nicht real.